Orgens, alb Acht

Orgens alb Acht!
Da gehen Deine Nachbarn schlafen.
Ruhe im Karton!
Selten sieht man Schuhe im Cartoon.

Wisst ihr, was sollst du schreiben,
wenn der bewusste Adressatenwechsel
gleich als erstes moniert wird?

Okay, dieses Ding hier ist ein Graus
eigentlich will ich ja nur raus.
„Ab in den Urlaub“
Tönt es. Gehirne.

Zeit vergeht,
ein Minutengedicht.
Ich entschuldige mich,
Es ist meine Pflicht.

Adi
Ö.

Schwarzes Gold – deep impact

Auf die Fresse kriegt der moderne Mensch!
Ins Maul die Faust seiner Idiokraten!
Verziehen wird ihm werden,
Historisch manifestiert – so ist’s doch!

Klagelieder, mediale Euphemismen
Zerstören das Subjekt.
Eigene Wut und Lust
Weicht globaler Leere

Koma der Extreme
Moderat der Tod des
Golf von Mexiko.

Aber aufatmen:
Du bist ja nicht direkt betroffen!
Du kannst emotionale Ohnmacht ertragen.
Das ist doch alles nur übertrieben da!
(Warum ist der Spritpreis so hoch?)

Ja ertrinke doch!
Labe dich in deinem gewonnenen Sud!
Lerne nicht aus den Konsequenzen deiner Goldgier!
Nenne es Ölödem!

(By the way: es gibt kein „halb leer“! Und fang ja keine Diskussion mit mir an!)
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Fruchtsaft light

Die Kälber kroaken.
Die Fische furzen,

und einer
hält sich
fest.
Im Frühling
liegt er
gestresst.

Die Lage der Nation

O schräges Konvolut!
Steine, Ächter &
Regenbogenkotze!
Der Ignorant hält nicht,
was er verspricht.
Flucht in das Abseits,
Grenzen schwinden bereits.

Du verstehst nicht den Zusammenhang?
Der Textflow stört den Musenzwang?
Dieser Strophe fehlt nur der Drang?
Noch so ein Vers, dann wird dir bang?
OMG, geht das jetzt noch lang?

Schimmelreiter! Schimmelreiter!
Komm und entführe meinen Leib!
Denn das Weib
in mir
trinkt
aus Extase
mein Ejakulat.

Sagt:
„Schmeckt recht fad.“

Das Silvester

Das Silvester.
Das ist doch die, die mit dem Piercing, oder?
Früher gab es ja noch Bananen im Deli, aber heute?
Heute böllert man hirnlos in meinen Briefkasten! Und dabei habe ich doch vorher Kot hineingelegt, zur Abschreckung! Aber nein, es rühmt sich, gerade in diesen Haufen den Böller hineinzupfroppen. In meinem Briefkasten! Es ist einfach unerhört! Ich darf es ausbaden. Ich armer Bürger muss diese Scheiße ausbaden! Weiterlesen

Heiliger Klabautermann

Da! Der Tag der Nacht der Fleischwerdung Gottes.
Die Engelschöre zupfen ihr Geharf,
Teufelskinder umwirbeln den Hof.
Zähnefletschend kreischen die Bastarde. Sie sabbern Blut, es tropft seimig von ihren spitzen Zähnen.
„Ritalin! Ritalin!“ Ruft die werdende Mutter Maria. „Ich brauche Ritalin, ich sehe Gespenster. Huh huh!“
Da kommt Schwester Maria (heißt auch so, voll verwirrend jetze) – und verabreicht alternativ lieber Tavor intravenös. Weiterlesen

Erschossen – es wäre eimö

Es wäre eimö

Fünf Meter neben der Ampel auf dem Fahrrad fahrend die Fußgängerampel bei Rot überquert, sodass ein Automobil bremsen musste und weitere dahinter auch
erschossen
Um Geld gebettelt, aber den vollen frischen Einkaufskorb nicht angenommen
erschossen
Doch nicht die große Liebe gefickt
erschossen
Reallive vom Internet als getrennte Entitäten differenziert
erschossen
Kanone auf mich gerichtet Weiterlesen