Bestesex Imkopf

Longdong Tellings

„Artwork. Artwork. Artwork.“ Der Bestesex fände immernoch imkopfstatt, äußerte sichder Typneben an. „Die Music, die Music. Bäng, Bäng, Bäng.“ Some Whiskey warda schon geflossen, änderte abernichts ander Tat Sache. Ihm gefielnicht, wie ich spräche. Ichwäre ein schräger Vogelmit komplizierter aus Sprache. „Du schräger Vogel, mit… Scheiße man! Du bist zu kompliziert.“
Ichkonnte es nach voll ziehen, doch erschob eine tieferedis Kussion über meinekom Plexitätauf. „Der beste Sex. Junge. Hör mir gut zu! Der Beste Sex ist in deine Kopf. Du brauchst keine Muschi. Du brauchst nur deine Kopf. Junge. Hör mir zu, ja. Weiterlesen

Autointerview II – postcleanup

Z: Ich heiße Sie willkommen.

B: Hi.

Z: Nachdem ich Ihnen und A im letzten Selbstinterview zugehört hatte, möchte ich nun mal zu Wort kommen. Sehen Sie, Sie haben lang nichts mehr geschrieben. Es gibt schon einige Nachfragen und man munkelt, sie seien auch nur ein Mensch wie jeder andere und man könne Sie typisieren, da Sie offenbar auch dem „Sommerloch“ verfallen seien.

B: Alter. Was ist das Sommerloch, man? Hast du den Arsch offen? Ich schreibe nichts, weil es gerade nichts zu schreiben gibt. Mit meinem letzten Text Glopfnoggl habe ich meine Reinigung größtenteils abgeschlossen und sammle nun wieder neue Eindrücke, frische Eindrücke. Eindrücke sammeln bedeutet Druck aufbauen was zur Folge hat, dass dieser Druck irgendwann auch wieder abgebaut werden wird. Keine Angst, ich werde dich dabei nicht vollvichsen, du Weiterlesen

Glopfnoggl

Rimmedi rippgnopfglockl. Aschmucktebrimm flugotznogglidaaarrrrrrpf. „Schuggliduggl bamm brupftzschokke!“ Ischnewudd dol brisse ambrutzilu. „Ölaaahm schloddtzfrigattle lülülölälassdepfutt. Himmensdededede lo brratschhgedommbissdaddudede lö fittigambutschkraddkedol a lol la huuurrrr. Hurrrzz! Hurrrz!“ ambrutzilurrtetz.
Weslbegge beldegge Wolldecke mitziwiwiwiwullbregsch nad brupf. Rimmedi kritznkritzn pfalgrutzbackknuddl wack wock wuck schnäääärrrrz. „Oh weh!“ Wolldecke brisse ambrutzilu. „Ambrutzilustatetz pemm pemm?“ ürkneckkneck flopatsch knöppe knöpftzu. Leila lölälopfegnöck tzweschgneckorrm orrrm ut kniffte li „leckooo stzschnackopfaffzsch“ ambrutzilurrtetz. Wilocktebrummbel wo schöck kna Wolldecke brammmzupfaggeschnöllldz blo früpüpüpüpühhhz. „Zunhaipt!“ Ischnewudd nissodolö ambrutzilu fum knatschkepumm. Pumm pumm palllpummtzeknuppp. „Lölipöli“ fad zeilepfiffi schnad krobbleckarrböhm ambrutzilu. Lübbe lübbte lad knoffischadt Wolldecke gribblotzschnadtzumbi lö glopfnoggl. HüHott hä hütt hopp tznellkorrzwie Back! Zwie Back!

Neneneneneeeee.

Autointerview

A: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, sich selbst zu Interviewen?

B: Nun, ich durchlaufe gerade wieder eine Phase der Selbstreinigung. Ab und zu ist es einfach nötig, sich von den schlechten Sozialisationseinflüssen zu befreien. Es gibt hier und da Gerüchte und entsprechend wird man hier und da so und so behandelt, dagegen kann man sich nicht wehren. Um nicht in eine Selbstmitleidskrise zu verfallen, bietet die expressive Isolation eine gute Reinigungslösung. Dabei beginnt man, sich selbst zu beobachten und im Verhalten zu optimieren. Diese bewusste Über-Ich Situation ermöglicht dann eben auch Autointerviews.

A: Interessant, aber meinen Sie nicht, dass man dadurch noch ein verrückteres Bild von Ihnen bekommt?
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Y

Resignation ist kein Nihilismus; Resignation führt ihre Perspektiven bis an den Rand des Dunkels, aber sie bewahrt Haltung auch vor diesem Dunkel.
Gottfried Benn

Er hatte sich so viele nützliche Sachen in den Regalen angeschaut. Er schlenderte durch sie hindurch, als könne er nicht genug von den vielen Eindrücken bekommen. Eine bunte Tüte da, eine unauffällige Dose dort. Auch die Fleischtheke machte seinen Mund wässrig. Auch beflügelte es ab und zu seine Fantasie, wenn er sich fragte, wie denn die dort in Stücken liegenden Tiere wohl umgekommen seien. Er hat sich aber bisher noch nie getraut, an der Theke zu fragen, ob denn die Fleischstückchen alle von dem selben Tier stammen und ob man sich das Tier in gewisser Weise wieder zusammen puzzeln könne, würde man alle Teile kaufen und mit Geduld aneinanderlegen. Herz, Lunge, Niere, Rücken, Hinterschinken, Haxe und Gehirn. Es lag ja alles da. Doch die Depression in seiner Brieftasche lies dieses Experiment nicht zu und übertrug sich letztendlich auch auf seine unbeschreiblich gute Laune, sodass er mit Bedachtheit seine Handlungen ausführte und nur noch das nötigste kaufte. Weiterlesen

Technik, der Rivale der Natur [2000]

Folgendes Gedicht wurde für eine Ethik-Arbeit im Gymnasium (ca. 2000) verfasst. Wie zu erwarten, wurde der bewusste Wechsel der Sprache in der dritten Strophe bemängelt. Ich muss vorher wohl was von Wilhelm Busch gelesen haben. Auf das Versmaß wurde offensichtlich nur intuitiv geachtet. Es passt aber thematisch hier rein. Kleinere Interpunktions- und Orthografiefehler wurden korrigiert.

Technik, der Rivale der Natur

und der Mensch lebt mittendrin.
Doch wo will er mit der Technik hin?

Es macht ihm Spaß, sie zu erfinden,
doch tut’s bei ihm auch’s Aug erblinden.
Lässt die Natur so hinter sich liegen,
kann er doch eh‘ schon drüber fliegen.
Und kommt er einmal hinunter
wird er sofort wieder munter.
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