Schwarzes Gold – deep impact

Auf die Fresse kriegt der moderne Mensch!
Ins Maul die Faust seiner Idiokraten!
Verziehen wird ihm werden,
Historisch manifestiert – so ist’s doch!

Klagelieder, mediale Euphemismen
Zerstören das Subjekt.
Eigene Wut und Lust
Weicht globaler Leere

Koma der Extreme
Moderat der Tod des
Golf von Mexiko.

Aber aufatmen:
Du bist ja nicht direkt betroffen!
Du kannst emotionale Ohnmacht ertragen.
Das ist doch alles nur übertrieben da!
(Warum ist der Spritpreis so hoch?)

Ja ertrinke doch!
Labe dich in deinem gewonnenen Sud!
Lerne nicht aus den Konsequenzen deiner Goldgier!
Nenne es Ölödem!

(By the way: es gibt kein „halb leer“! Und fang ja keine Diskussion mit mir an!)
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Balzing Wiegenlied – das Ostercarol

Flatulierende Lippenblütler
und klatschende Clowns
Der Frühling ist da! –
Tanz des Vertrauens

Walzing Mathilda –
jetzt geht es los!
O Frühling ahoi!
das Kind auf dem Schoß

Erlkönigs Töchter,
sie singen ein Lied
Dem Frühling die Ode –
Der Grotte das Glied

Ach, wenn es doch schon wieder
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
(Frühling) wär‘ –
und ich durchstreifte ihr
blondes Hair! – <scratch>
Einsamer nie als im April:
Nach diesem Vers nun –
da wird es still.

Klatschende Lippenblütler
und flatulierende Clowns
Der Frühling war da! –
Bayer so: Kaugummi kaun’s!

Balzing Mathilda –
bei ihr ging es los:
„Oh – Frühling – aah – oi!“
…das Kind aus dem Schoß

Erlkönigs Söhne,
sie schwangen ihr Glied
im Frühling zu Tode
nun bitte: das Wiegenlied

„Ach, wenn es doch schon wieder
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
(Frühling) wär‘ –
und ich durchstreifte ihrer
schwarzen und braunen Hair! –
schwa ah ah
haaarzen Hair!“

Fruchtsaft light

Die Kälber kroaken.
Die Fische furzen,

und einer
hält sich
fest.
Im Frühling
liegt er
gestresst.

Die Lage der Nation

O schräges Konvolut!
Steine, Ächter &
Regenbogenkotze!
Der Ignorant hält nicht,
was er verspricht.
Flucht in das Abseits,
Grenzen schwinden bereits.

Du verstehst nicht den Zusammenhang?
Der Textflow stört den Musenzwang?
Dieser Strophe fehlt nur der Drang?
Noch so ein Vers, dann wird dir bang?
OMG, geht das jetzt noch lang?

Schimmelreiter! Schimmelreiter!
Komm und entführe meinen Leib!
Denn das Weib
in mir
trinkt
aus Extase
mein Ejakulat.

Sagt:
„Schmeckt recht fad.“

Knutzschewutschis guggn weidwesch

„Schalze ma umm?“ hatts unser Knutschiwutschi ma gefragorert. Haz ma rumfragt so inne Runde offm Sofa, ne. „Nö.“ haz droff unsre Knutschiputschi andwortet, ohne Mime, eifach so, du. Haste ni dran dacht, du. Hettsde ni glopt, du! Aber hatse macht, nor. „Orr. Warumdni? Schalzor ma büdde büdde büdde uäämm!“ „Nöää, nöä, nöööh!“ hatze bissl rummezickert. So mit grinsn. (Weise Knutschiwutschi liep hat, gaaaanz dolle, du.) Hatse so bissi grinsert, weeste. Haze macht, weesde bscheidt, nor. Weiterlesen

Das Silvester

Das Silvester.
Das ist doch die, die mit dem Piercing, oder?
Früher gab es ja noch Bananen im Deli, aber heute?
Heute böllert man hirnlos in meinen Briefkasten! Und dabei habe ich doch vorher Kot hineingelegt, zur Abschreckung! Aber nein, es rühmt sich, gerade in diesen Haufen den Böller hineinzupfroppen. In meinem Briefkasten! Es ist einfach unerhört! Ich darf es ausbaden. Ich armer Bürger muss diese Scheiße ausbaden! Weiterlesen

Die Haltestelle

Gerne der Zeiten gedenk‘ ich, da alle Glieder gelenkig – bis auf eins.
Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder – bis auf eins.
Johann Wolfgang von Goethe

Ich hatte wieder großes vor. Heute sollte es zum Einkaufen gehen. Endlich an die frische Brise bräsiger Stadtluft. Endlich weg aus meiner muffigen Wohnung sozialattitüdenhafter Raumgestaltungstechniker und weg von dem Fraß auf frisch gewaschenen Tellern, die man immer mit kleinen Fit-Schaum-Bläschen verziert, damit wir wissen, die seien frisch gewaschen. Ich liebe die frische Luft, denn meine tote Frau schwebt darin. Das wichtigste ist die Luft mit meiner Frau darin – und die muss frisch sein. Ohne frische Luft vergeht einem nur die Lust auf.
Ich wollte endlich mal wieder hinaus an die frische Luft. Zu meiner Frau – und zog mir meine Jacke an. Ich wollte einkaufen gehen. Nichts ist schöner, als einkaufen zu gehen. Das muss man in aller Ruhe machen. Ich habe viel Ruhe. Ich habe alle Zeit der Welt. Seitdem meine Frau tot ist, habe ich ganz viel Zeit. Weiterlesen

Erschossen – es wäre eimö

Es wäre eimö

Fünf Meter neben der Ampel auf dem Fahrrad fahrend die Fußgängerampel bei Rot überquert, sodass ein Automobil bremsen musste und weitere dahinter auch
erschossen
Um Geld gebettelt, aber den vollen frischen Einkaufskorb nicht angenommen
erschossen
Doch nicht die große Liebe gefickt
erschossen
Reallive vom Internet als getrennte Entitäten differenziert
erschossen
Kanone auf mich gerichtet Weiterlesen