Balzing Wiegenlied – das Ostercarol

Flatulierende Lippenblütler
und klatschende Clowns
Der Frühling ist da! –
Tanz des Vertrauens

Walzing Mathilda –
jetzt geht es los!
O Frühling ahoi!
das Kind auf dem Schoß

Erlkönigs Töchter,
sie singen ein Lied
Dem Frühling die Ode –
Der Grotte das Glied

Ach, wenn es doch schon wieder
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
(Frühling) wär‘ –
und ich durchstreifte ihr
blondes Hair! – <scratch>
Einsamer nie als im April:
Nach diesem Vers nun –
da wird es still.

Klatschende Lippenblütler
und flatulierende Clowns
Der Frühling war da! –
Bayer so: Kaugummi kaun’s!

Balzing Mathilda –
bei ihr ging es los:
„Oh – Frühling – aah – oi!“
…das Kind aus dem Schoß

Erlkönigs Söhne,
sie schwangen ihr Glied
im Frühling zu Tode
nun bitte: das Wiegenlied

„Ach, wenn es doch schon wieder
Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
(Frühling) wär‘ –
und ich durchstreifte ihrer
schwarzen und braunen Hair! –
schwa ah ah
haaarzen Hair!“

Die Haltestelle

Gerne der Zeiten gedenk‘ ich, da alle Glieder gelenkig – bis auf eins.
Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder – bis auf eins.
Johann Wolfgang von Goethe

Ich hatte wieder großes vor. Heute sollte es zum Einkaufen gehen. Endlich an die frische Brise bräsiger Stadtluft. Endlich weg aus meiner muffigen Wohnung sozialattitüdenhafter Raumgestaltungstechniker und weg von dem Fraß auf frisch gewaschenen Tellern, die man immer mit kleinen Fit-Schaum-Bläschen verziert, damit wir wissen, die seien frisch gewaschen. Ich liebe die frische Luft, denn meine tote Frau schwebt darin. Das wichtigste ist die Luft mit meiner Frau darin – und die muss frisch sein. Ohne frische Luft vergeht einem nur die Lust auf.
Ich wollte endlich mal wieder hinaus an die frische Luft. Zu meiner Frau – und zog mir meine Jacke an. Ich wollte einkaufen gehen. Nichts ist schöner, als einkaufen zu gehen. Das muss man in aller Ruhe machen. Ich habe viel Ruhe. Ich habe alle Zeit der Welt. Seitdem meine Frau tot ist, habe ich ganz viel Zeit. Weiterlesen

Erschossen – es wäre eimö

Es wäre eimö

Fünf Meter neben der Ampel auf dem Fahrrad fahrend die Fußgängerampel bei Rot überquert, sodass ein Automobil bremsen musste und weitere dahinter auch
erschossen
Um Geld gebettelt, aber den vollen frischen Einkaufskorb nicht angenommen
erschossen
Doch nicht die große Liebe gefickt
erschossen
Reallive vom Internet als getrennte Entitäten differenziert
erschossen
Kanone auf mich gerichtet Weiterlesen

Burgerpflicht

Die Liebe ist ein Wunder, das immer wieder möglich, das Böse eine Tatsache, die immer vorhanden ist.
Friedrich Dürrenmatt

Es ist die Pflicht eines jeden Burgers, gut auszusehen und gut zu schmecken.

Warum isst der Mensch sich nicht mehr untereinander? Wenn man schon so kaltblütig im politischen „Auftrag“ andere Menschen mit Kugeln aus der Ferne durchlöchern kann, warum nicht gleich noch was vom Fleisch abhaben? Da kann man auch mal die verseuchten Schweine verbrennen, gibt ja dann genug des anderen Fleisches. Was zugleich die Frage aufwirft, warum gibt es so viele Menschen, die sich Soldaten schimpfen und keinen Mumm Zeigen? Was ist mit Autoritätsumkehr? Also viele Menschen (die Soldaten) sind doch mehr als ein Vorgesetzter, oder nicht? Einfach mal Schießbefehl verweigern…

Ach, Pazifismus als auch „Revolutionismus“ sind tolle Ideologien. Dort gibt es nur kein Konzept über das einfache Böse. Aber gerade das einfache Böse ist die treibende Kraft für die Menschheit – wenn auch oftmals zum Nachteil für den Einzelnen.


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